Hier findet ihr wesentliche Informationen über die Gemeinschaft. Im Moment befindet sich diese in der Findung. Wir möchten eine kleine Gruppe bilden, die die ersten Einrichtungen gemeinsam errichtet. Im September 2015 wurde dazu hier in dieser wundervoll erhaltenen Natur Paraguays ein Stück Land gekauft, alles Wald. Wir laden euch ein, hier Teil einer Lebensgemeinschaft zu werden. Im letzten Jahr hat Thomas hier ca. 6 Monate verbracht, manchmal mit Unterstützung von Freunden. In der Zeit sind hier Wege entstanden, es wurde einiges gepflanzt, mit natürlichen Materialien ein kleines Haus begonnen, und Kontakte in der Umgebung geknüpft. 

Wir sind in der Pionierphase, viele Dinge müssen besprochen und organisiert werden, wie etwa welches Land Gemeinschaftland wird, Konsens- vs. Mehrheitsentscheidungen, Nachhaltigkeit, und vieles mehr.

Wir freuen uns auf eure Zuschriften und einen spannenden Austausch!


An dieser Stelle möchten wir die wichtigsten Ideen für die entstehende Gemeinschaft kurz vorstellen

Unser Ziel ist es, in einer Lebensgemeinschaft zu leben und das möglichst nachhaltig - im Einklang mit der hier vorhanden wundervollen Natur. Sicherlich wird es nötig sein, unterschiedlich grosse Freiflächen für die Nahrungsproduktion zu schaffen, doch soll das grundsätzlich den Wald nicht schädigen. Wir können etwa lichte Stellen etwas erweitern oder Wege anlegen, die einen grösseren Lichteinfall haben und gleichzeitig als Platz für unsere Pflanzen dienen. Auch die Bauplätze sollten angepasst an die Umgebung ausgesucht werden und die Bauten so gestaltet werden, dass sich alles bestmöglich in den vorhandenen Raum einfügt.

Lebensgemeinschaft bedeutet, das wir den vorhandenen Raum gemeinsam bewohnen, bebauen und bewirtschaften. Ausserdem sollen natürlich auch viele gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden, von lernen, über gemeinsam essen, bis zusammen Reisen.

Bauen werden wir hauptsächlich mit den vorhanden Materialien, denn der Wald liefert fast alles, was wir brauchen. Dazu muss natürlich ein entsprechender Baustil ausgewählt werden. Grundlage sollte das Holz sein, jedenfalls am Anfang, um die Strukturen der Häuser zu schaffen. Für Dach und Mauern könnten dann Schilf und Steine, die auch vorhanden sind, sowie Lehm verwendet werden, der eventuell herangebracht werden müsste. Die Erde von vielen Stellen lässt sich brennen, aber eventuell ist sie nicht tonhaltig genug, um ohne Brennvorgang entsprechende Stabilität zu gewähren. Weiterhin habe ich bereits Tacuara (wie Bambus) gepflanzt, so dass davon in ca. 5 Jahren ausreichend vorhanden sein wird. Damit lassen sich ganz wunderbare Dinge realisieren. In der Nähe gibt es eine Gemeinschaft, die mit diesem Material vertraut sind und auch ihr Wissen weitergeben.

Die Ernährung soll aus pflanzlicher Selbstversorgung erfolgen, aber dass soll nicht als Dogma fehlverstanden werden. Hierbei ist es wichtig klimabezogen zu wählen, was gegessen wird. Am effektivsten sind hier sicherlich Obstbäume, die aber natürlich ihre Zeit brauchen, um Früchte zu tragen. Hier wird es sicherlich möglich sein, eine sehr grosse Sortenvielfalt aufgrund des Klimas zu erreichen. Sicherlich wird es kein Problem sein, das ganze Jahr über zu ernten. Aber natürlich werden wir auch unseren Gemüsegarten bestellen, als Mischkultur und unter Erhaltung des lebendigen Bodens. Hier bin ich schon sehr auf die Hügelbeete gespannt und die bunte Vielfalt.

Was die Mobilität angeht, gibt es sicherlich verschiedene Möglichkeiten, bisher bin ich mit dem Fahrrad und per Anhalter gut unterwegs. Im letzten Jahr bin ich so etwa 10000 km unterwegs gewesen. In Paraguay gibt es aber auch gute und preiswerte Busverbindungen, auch wenn die Busse nicht immer ganz so bequem sind.

Wasser liefert uns der Berg. Die hier vorhandenen Grundstücke befinden sich in einer Art Naturschutzgebiet (Monumento nacional) und über uns sind meist etwa 500 m bewaldeter Berghang. Unterhalb des aktuellen Grundstücks, jeweils frei zugänglich, befindet sich ein Bach, der auch vom Berg gespeist wird, sowie eine Trinkwasserquelle (ca. 200 m), beides auf dem Nachbargrundstück. Sobald wir zusammen beginnen, werden wir uns um Regenwassergewinnung und -aufbewahrung kümmern, um an verschiedenen Stellen mit fliessendem Wasser versorgt zu sein. Dazu kommen natürlich später auch Sonnenheizer, für warmes Wasser und Heizung, auch wenn das selten notwendig ist, da es ja fast das ganze Jahr recht warm oder mild ist.

Elektrischer Strom ist möglich, Hoch- und Niederspannungsleitungen verlaufen unterhalb des Grundstücks und können angeschlossen werden. Kosten hierzu sind bei Nutzung eines eigenen Transformators bei etwa 2000 Euro für die Installation und dann eine monatliche Mindestabnahme von ca. 10 Euro. Bei Nutzung des des vorhandenen Transformators der ANDE und Sozialanschluss sind es ab 1,50 Euro im Monat (Info ANDE).


Unseren herzlichen Dank möchten wir all denen ausdrücken, die uns seit und vor Beginn des Projekts mit ihrer Teilnahme und ihren Ideen unterstützt haben. Vielen Dank für eure tatkräftige Unterstützung Steffen, Demian und  Mauro, Claudia, Thomas und Saphira für eure Begleitung während der Geburt der Idee sowie Monica und Douglas für den Einstieg in Paraguay und das Finden dieses wundervollen Ortes und eure Kontakte, die zum Kauf des Grundstücks geführt haben.

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